Plötzlich vergeben
Ich erzählte Ole erstmal nichts von meinem 2 ½-stündigen Aufenthalt vor seiner Haustür. Irgendwie war mir das jetzt plötzlich peinlich. Außerdem musste ich mich erstmal mit der neuen Situation vertraut machen. Ich war jetzt vergeben. Nicht mehr wie alle Singles in Thüringen.All die Vorteile, die das Single-Leben mit sich bringt, sollte nun für mich nicht mehr gelten. Die Partnerwahl war, zumindest vorerst, abgeschlossen, Singlepartys und Online-Partnervermittlungen (ja, ich habe mich angemeldet, aber eher aus Spaß) adé. Aber irgendwie störte mich das gar nicht mehr. Komisch. Als ich die ganzen Vorteile noch hatte, hatte ich Angst sie zu verlieren und jetzt wo ich sie verloren habe, ist es mir im Grunde egal. Denn ich muss mir eingestehen, dass ich mit der Situation glücklich bin. Ich meine, ich war vorher auch glücklich, aber jetzt bin ich anders glücklich, jetzt weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn man die sogenannten „Schmetterlinge“ im Bauch hat.
Ich rief Ole an und fragt, ob er nicht am Wochenende zu mir kommen wolle. Irgendwie fühlte es sich komisch gut an, ihn nach so kurzer Zeit schon wieder anzurufen und sich auf ein Treffen zu freuen. Er sagte freudig zu. Ich nahm mir vor, nichts großartig anders zu machen als sonst, außer meine Gefühle zu unterdrücken, so wie ich es, und er ja anscheinend auch, die ganze Zeit schon unterbewusst gemacht hatte.
[...] fühlte ich mich wieder wie eine junge, kleine Single in Mecklenburg-Vorpommern, wo ich damals gelebt hatte. Aber plötzlich war es klar. An einem Montag hat Ole angerufen. Er [...]
Pingback von Der Anruf « Tolle Sache — 25. August 2009 @ 06:32