Ein Wochenende in Hamburg
Am Freitagabend fuhr ich dann also los. Ich freute mich schon darauf Ole zu sehen – irgendwie mehr als sonst. Die Autobahn war frei, sodass ich in 2 ½ Stunden vor seiner Haustür stand. Eigentlich war alles wie immer. Wir verstanden uns prima und alberten ein wenig rum. Ole lud mich für den Abend zum Essen ein. In mein Hamburger Lieblingsrestaurant. Dort waren wir schon häufiger gemeinsam. Es war dort sehr gemütlich und auf unserem Tisch, der reserviert war, war sogar eine Kerze angezündet. Irgendwie beschlich mich bei diesem Anblick schon wieder so ein komisches Gefühl. Ich kann gar nicht genau sagen, ob ich es angenehm oder unangenehm fand. Der Rest des Abends lief zu meiner Verwunderung sehr gewöhnlich ab. Wir tranken und aßen gut, unterhielten uns und überlegten, was für Geschichten wohl hinter den anderen Paaren stecken könnte, die hier versammelt waren. Alles in allem ein gelungener Abend. Nur irgendwie lag etwas in der Luft.
Der Rest des Abends war dann auch sehr schön… Wie es eben so mit Ole war. Am nächsten morgen ist Ole schon, unüblicherweise, vor mir aufgestanden und hat mir ein richtig leckeres Sektfrühstück bereitet. Das hat er sonst nie gemacht. Langsam fragte ich mich wirklich, was hier los war. Aber es passierte einfach nichts. Den restlichen Tag kann man schnell zusammenfassen: gemütliches Schäferstündchen nach dem Frühstück, Hafenrundfahrt, Stadtbummel, Kino, traute Zweisamkeit auf Oles Sofa. Nichts ungewöhnliches, aber irgendwie war es anders – aber gut!
Am Sonntag hieß es dann mal wieder Abschied nehmen. Das ist bei uns keine große Sache. Küsschen und los. Diesmal war auch das anders. Wir standen fast eine halbe Stunde an meinem Auto und knutschten und erzählten und knutschten und erzählten bis ich dann endlich gefahren bin.
Dieses Wochenende hat mich definitiv verwirrt. Waren wir wirklich noch zwei Singles?